05.08.19

Nächste Lesung am 14. September 2019 (Gast: Donat Blum)

(c) Marvin Zilm
Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr gastiert »Literatur in Weißensee« in Nürnberg. Diesmal ist die Berliner Lesereihe zu Gast auf dem Unabhängige Lesereihen Festival (ULF) im Z-Bau. Am Samstag, den 14. September 2019 werden Alexander Graeff und sein literarischer Gast, der Schriftsteller Donat Blum, über »queere Geschichte(n)« sprechen und Prosa und Lyrik zum Thema lesen.
Immer noch bildet deutschsprachige Literatur vornehmlich dominante Gesellschaftsstrukturen und Biografien ab. Geschichten, die nicht der allgegenwärtigen heteronormativen Verfugung zugerechnet werden können, bleiben meist unsichtbar oder werden nicht selten zu einer clownesken Exotik stilisiert, die Differenzen zementiert. Literatur vermag aber nicht nur die deviante(n) Geschichte(n) sozialer Verhältnisse zu erzählen, sondern kann auch im Sinne von Empowerment alternative Lebensrealitäten eröffnen.

Donat Blum (*1986) hat am Schweizerischen und Deutschen Literaturinstitut sowie an der Universität Bern studiert. Sechs Jahre lang war er Leiter des Independent Filmfestival »Queersicht« in Bern. Er veröffentlichte seine Texte (erzählende Prosa, Essays) in zahlreichen Zeitschriften und Magazinen; 2018 ist sein Debütroman »Opoe« bei Ullstein Fünf erschienen. 2015 wurde er mit dem Förderpreis für Literatur von Stadt und Kanton Schaffhausen ausgezeichnet, 2016/2017 mit einem Stipendium der Autorenwerkstatt Prosa und 2019 mit einem Aufenthaltsstipendium am LCB in Berlin. Neben dem Schreiben organisiert er literarische Veranstaltungen, die meistens Literatur und Diskurs zu queeren Gesellschaftsthemen in den Mittelpunkt rücken. 2017 hat er die Literaturzeitschrift »Glitter« ins Leben gerufen, deren Mit-Herausgeber er seither ist. Donat Blum lebt heute in Zürich und Berlin.

Die Lesung beginnt um 12:00 Uhr in der Galirie des Z-Bau (Frankenstraße 200, 90461 Nürnberg).

02.05.19

Nächste Lesung am 12. Mai 2019 (Gast: Patricia Hempel)

(c) Annette Hauschild
Für die Mai-Ausgabe von »Literatur in Weißensee« haben sich Alexander Graeff und sein literarischer Gast, die Schriftstellerin Patricia Hempel, eine Lesung mit dringlichem Thema ausgedacht: Stereotypen. Wie kann man sie in der Literatur verhandeln? Wie kann man sie herausfordern? Und muss man ihnen eigentlich immer kritisch begegnen oder dürfen sie auch bedient werden?

Patricia Hempel
(*1983) studierte bis 2009 Ur- und Frühgeschichte an der FU Berlin. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Archäologischen Institut (DAI) folgten mehrere Forschungsreisen nach Kalmykien und ins nordkaukasische Ossetien. Nach ihrem Abschluss zog es sie nach Hildesheim und von der Archäologie zum literarischen Schreiben. Es folgten Veröffentlichungen in Zeitschriften, Magazinen und Anthologien und 2014 die Ernennung zur Wolfsburger Stadtschreiberin. 2015 erhielt sie das Lore-Auerbach-Stipendium und arbeitete an ihrem ersten Roman »Metrofolklore«, der im Herbst 2017 bei Tropen/Klett-Cotta erschien. Heute arbeitet Patricia Hempel als freie Journalistin, Autorin und Content Managerin in Berlin und schreibt an ihrem zweiten Roman. In ihren (journalistischen) Arbeiten setzt sie sich kritisch mit Frauenbildern in der Literatur und ihrer Verortung in der literarischen Betriebslandschaft auseinander.

Die Lesung beginnt um 19:30 Uhr im Neuen Salon der Brotfabrik in Weißensee (Caligariplatz 1, 13086 Berlin).

11.03.19

Nächste Lesung am 30. April 2019 (Gast: Paula Fürstenberg)

(c) Dirk Skiba
Zum vierten Mal lädt die Lesereihe »Die Unabhängigen Lesereihen – Gastspiele« nach Nürnberg ein: dieses Mal ist die Berliner Lesereihe »Literatur in Weißensee« Gast in der Nürnberger Buchhandlung Jakob. Der Schriftsteller und Initiator der Reihe Alexander Graeff tritt dann in den Dialog mit seinem literarischen Gast, der Schriftstellerin Paula Fürstenberg. Beide nähern sich in Prosa, Lyrik und Gespräch dem brisanten und aktuellen Thema »Zoo«. Denn ein Zoo ist nicht nur ein umzäunter Garten, in dem Tiere als Attraktion gehalten werden, »Zoo« ist ebenso eine beständig anwesende Denkfigur, die die Ambivalenz aus Exotik und Normalform markiert und das »Fremde« dem »Eigenen« gegenüberstellt.

Paula Fürstenberg (*1987) ist Schriftstellerin und wuchs in Potsdam auf. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in Frankreich studierte sie von 2008 bis 2011 am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel. Seither lebt und schreibt sie in Berlin. Ausgezeichnet wurde sie u. a. mit dem Hattinger Förderpreis für Junge Literatur, den Arbeitsstipendien des Landes Brandenburg und des Berliner Senats; 2014 war sie Stipendiatin der Autorenwerkstatt am Literarischen Colloquium Berlin. Sie ist im Netzwerk Freie Literaturszene Berlin (NFLB e.V.) aktiv und Mitglied des Kunsthaus Strodehne e.V., wo sie regelmäßig Autor*innentreffen organisiert. Ihr Debütroman »Familie der geflügelten Tiger« erschien 2016 bei Kiepenheuer & Witsch. 

Moderation: Tillmann Severin.

Die Lesung wird gefördert durch die ZUMIKON-Stiftung und die Stadt Nürnberg. Beginn ist um 19:00 Uhr in der Buchhandlung Jakob (Hefnersplatz 8, 90402 Nürnberg) und der Eintritt ist frei.

29.01.19

Nächste Lesung am 10. März 2019 (Gast: Peter Neumann)

(c) Dirk Skiba
Auch 2019 heißt es wieder »Literatur in Weißensee«. Seit nunmehr sieben Jahren lädt der Schriftsteller Alexander Graeff literarische Gäste in die Brotfabrik nach Weißensee und reagiert mit eigenen Texten auf die Texte seiner Gäste. So entsteht ein Dialog der Literaturen und eine Diskussion zum Thema des Abends. Am 10. März ist der Philosoph und Schriftsteller Peter Neumann zu Gast und es geht um das Thema »Schichten«.

Peter Neumann (*1987 in Neubrandenburg) studierte Philosophie, Politik und Wirtschaft in Jena und Kopenhagen; Promotion in Jena über den Zeitbegriff bei Schelling und Kant. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Berlin und lehrt Philosophie mit Schwerpunkt Deutscher Idealismus an der Universität Oldenburg. Zahlreiche Veröffentlichungen von literarischen und wissenschaftlichen Arbeiten. Im Jahr 2018 erhielt er das Thüringer Literaturstipendium Harald Gerlach, 2017 das Autorenstipendium des Literaturhauses Rostock, 2012 das Arbeitsstipendium des Freistaates Thüringen, zudem war er Preisträger des Jungen Literaturforums Hessen-Thüringen im Jahr 2008/2009. Zuletzt ist von Peter Neumann erschienen: »Jena 1800. Die Republik der freien Geister« (Siedler Verlag, 2018) und »areale & tage. Gedichte« (edition AZUR, 2018).

Die Lesung wird gefördert durch das Hessische Literaturforum im Mousonturm e.V. und beginnt um 19:30 Uhr im Neuen Salon der Brotfabrik in Weißensee (Caligariplatz 1, 13086 Berlin).